Frühjahr 2025: Südfrankreich

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Die Aussicht auf das Mittelmeer, die ersten warmen Sonnenstrahlen und die südfranzösische Küstenluft – dies waren die primären Ziele unserer diesjährigen Frühjahrsreise. Mit unserem Reisemobil begannen wir die Mission: 1400 Kilometer bis zum Camping Sandaya Aloha in Sérignan, direkt an der Küste gelegen.

Was zunächst als eine Reise voller Vorfreude begann, entwickelte sich bereits am ersten Tag zu einer unerwarteten Herausforderung. Die Gründe für das notwendige Wendemanöver kurz nach Reiseantritt und welche Stellplätze sich auf dem Weg als optimale Zwischenstopps erwiesen haben, beleuchten wir in diesem Reisebericht.

Insgesamt lagen uns rund 1400 Kilometer bevor. Üblicherweise gestalten wir unsere Fahrten sehr entspannt; in diesem Fall war jedoch eine optimierte Zeitplanung erforderlich. Aus diesem Grund hatten wir – im Gegensatz zu unseren Gewohnheiten – den Ziel-Campingplatz im Voraus reserviert, um Zeitverluste bei der Stellplatzsuche zu vermeiden.

Unsere Kalkulation: Wir planten 3,5 Tage mit Tagesetappen zwischen 400 und 500 Kilometern. Dies stellt für uns das absolute Maximum dar, insbesondere da wir mit einem Reisemobil der Klasse über 3,5 Tonnen unterwegs sind. Dieses Gewicht impliziert in vielen Ländern strengere Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überholverbote, was die Fahrt entsprechend anspruchsvoller gestaltet.

Der erste Reisetag begann vielversprechend, wurde jedoch abrupt durch eine Notwendigkeit zur Umkehr unterbrochen. Nach etwa anderthalb Stunden Fahrt, in der Region von Göttingen, erfolgte die unliebsame Feststellung: Die notwendigen Dokumente (Portemonnaie, Bankkarten, Ausweis und Führerschein) waren zu Hause vergessen worden.
Ein sofortiges Wendemanöver war unumgänglich. Glücklicherweise kam uns unser Sohn mit dem PKW entgegen, sodass wir nicht die volle Distanz zurückfahren mussten. Dennoch war dieser Vorfall ärgerlich und führte zur Verzögerung der geplanten ersten Etappe.

Nach dem aufreibenden und ungeplanten Start war unser vorrangiges Ziel, schnellstmöglich zur Ruhe zu kommen und die geplante Reiseroute wieder aufzunehmen. Die folgenden Stellplätze dienten uns als ideale Zwischenstopps.

Da die erste Tagesstrecke deutlich kürzer ausfiel als beabsichtigt, steuerten wir am Abend, erschöpft, aber froh, diesen Stellplatz südlich von Kassel an. Die Anlage ist von simpler Ausstattung, erfüllt jedoch für eine dringend benötigte Übernachtung nach den Ereignissen des Tages ihren Zweck vollkommen.

Am folgenden Tag setzten wir unsere Fahrt zügig nach Süden fort. Wir entschlossen uns, den neuen Stellplatz der französischen Kette Camping-Car Park in Deutschland, präziser in Bühl (Baden-Württemberg), zu besichtigen.

  • Der Eindruck: Der Platz in Bühl entspricht in Aufbau und Ausstattung den französischen Standards. Das finden wir gut, da man stets auf eine moderne Infrastruktur mit Stromversorgung an allen Plätzen sowie eine ordnungsgemäße Ver- und Entsorgung vertrauen kann.
  • Der Abend: Wir nutzten die Gelegenheit für einen entspannten Spaziergang durch die attraktive Innenstadt von Bühl.

Am dritten Tag überquerten wir die französische Grenze. Die Mautautobahnen präsentierten sich, typisch für Frankreich, mit geringem Verkehrsaufkommen. Für unsere letzte Übernachtung vor dem Ziel wählten wir erneut einen Camping-Car-Park-Stellplatz, diesmal nördlich von Lyon. Bei einem Spaziergang stellten wir erfreut fest, dass die Vegetation und das Wetter Anfang April bereits deutlich frühlingshafter waren als in Deutschland.

Der vierte Tag beinhaltete die finale Etappe zur Mittelmeerküste. Obwohl die Strecke in Bezug auf die Kilometerzahl den Vortagen entsprach, zog sich die Fahrt gegen Ende hin, insbesondere aufgrund des spürbar zunehmenden Verkehrs ab Montpellier.

Nach über 1400 zurückgelegten Kilometern erreichten wir unser Ziel: den Camping Sandaya Aloha in Sérignan! Die unmittelbare Umgebung ist primär touristisch geprägt, jedoch standen für uns in erster Linie Erholung und eine hohe Sonnenwahrscheinlichkeit im Fokus. Diesen Anforderungen schien die gepflegte Anlage vollkommen gerecht zu werden.

Am Ziel angekommen! Der Campingplatz ermöglichte über einen eigenen Strandzugang sofortige Spaziergänge am Meer, welche nach der langen Fahrt sehr willkommen waren. Die Anlage ist hervorragend ausgestattet und bietet insbesondere für Familien zahlreiche Attraktionen.

Die Witterung in der Vorsaison erwies sich als wechselhaft. Wir erlebten windige Perioden und mussten uns auf ein bis zwei Regentage einstellen.

Nach etwa anderthalb Wochen begaben wir uns auf die Heimreise. Wir nutzten die Rückfahrt, um weitere interessante Zwischenstopps einzulegen:

  • 1. Station: Ein Camping-Car Parkplatz in der Nähe von Avignon, reizvoll an der Rhône gelegen.
  • 2. Station: Ein weiterer Camping-Car Parkplatz in der Nähe von Mühlhausen im Elsass, wo wir die frühe Blütenpracht genossen und uns mit regionalen Spezialitäten versorgten.
  • Letzte Station: Lorsch, ein uns bereits bekannter Ort mit guten Spazier- und Einkehrmöglichkeiten.

Unser abschließendes Urteil: Die Frühjahrsreise nach Südfrankreich hat uns sehr gut gefallen und den Campingplatz in Sérignan können wir uneingeschränkt empfehlen!

Eine wesentliche Erkenntnis war jedoch, dass wir uns künftig wahrscheinlich gegen einen so langen Aufenthalt an einem einzigen Ort entscheiden würden. Obwohl wir die intensive Ruhe und Erholung sehr schätzten, stellte sich nach einigen Tagen das Bedürfnis ein, weitere Teile der Region erkunden zu wollen. Die Reise war somit eine gelungene Kombination aus logistischer Herausforderung und tiefgehender Erholung.

Avatar von Ulf

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