Sommer 2024: Schweden

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Nach längerem Recherchieren, Überlegen und Abwägen fiel unsere Wahl für das nächste Reiseland auf Schweden. Wir hatten zwar schon viel Gutes über das Land gehört, waren aber doch ein bisschen zögerlich, da wir Respekt vor den Entfernungen und auch ein paar Sorgen bezüglich des Wetters hatten. Am Ende wollten wir uns dann aber doch selbst einen Eindruck verschaffen.

Nach einem Zwischenstopp in Zarrentin erreichten wir zunächst den Campingplatz Lærkelunden bei Gråsten in Dänemark. Diesen Platz hatten wir noch von früheren Zelt-Urlauben mit unseren Kindern in guter Erinnerung. Nun machten wir dort ein paar Tage Pause, bevor es weiter in Richtung Norden gehen sollte.

Um nach Schweden zu kommen, wählten wir den Landweg über Fünen und Seeland sowie die beeindruckenden Brücken über den Großen Belt (Storebæltsbroen) und den Öresund (Øresundsbroen). Die Überfahrt über beide Brücken ist ein besonderes Erlebnis und lässt einen mit großem Respekt auf die Schöpfer dieser Bauwerke blicken.

Die erste Nacht in Schweden verbrachten wir auf einem schlichten Stellplatz bei Klagshamn. Wir erlebten einen wunderschönen Sonnenuntergang und waren positiv überrascht, dass wir den Platz bequem und unkompliziert über das Internet bezahlen konnten. Eine Erfahrung, die wir später noch auf vielen anderen Plätzen in Schweden machen sollten und die wir uns auch für andere Länder, zum Beispiel für Deutschland, wünschen würden.

Wir setzen unsere Reise in Richtung Osten fort und steuerten das kleine Städtchen Ystadt an. Dort fanden wir am Ortsrand einen hübschen Wohnmobil-Stellplatz mit Blick aufs Meer, den wir als Ausgangspunkt für eine Ortsbesichtigung mit dem Fahrrad nutzten. Dabei gefielen uns vor allem die unaufgeregte und beschauliche Atmosphäre von Ystadt und die zahlreichen historischen Gebäude.

Unsere nächsten Stationen waren Skillinge und Simrishamn, wobei wir jeweils direkt am Hafen übernachteten. Die kleinen Ortschaften an der schwedischen Ostküste mit ihren malerisch gelegenen Wohnmobil-Stellplätzen begeisterten uns zunehmend. Besonders idyllisch war es in Tosteberga, wo wir direkt am Wasser standen und uns beim Blick aufs Meer gar nicht satt sehen konnten.

Weiter ging die Reise in Richtung Norden, immer entlang der schwedischen Ostküste. Unsere nächsten Stationen waren Kårehamn (Öland), Läckeby-Åby und Blankaholm.

Langsam wurde es Zeit, sich über die weitere Route klar zu werden. Um den Weg weiter in Richtung Norden fortzusetzen, fehlte uns ein wenig die Zeit bzw. wir hätten deutlich größere Strecken zurücklegen müssen. So entschieden wir uns, unsere Reise in Richtung Westen fortzusetzen und das Inland von Schweden zu erkunden.

Unsere erste Rast machten wir auf einem Campingplatz bei Hultsfred, sehr schön an einem kleinen See gelegen. Am nächsten Tag ging es weiter zum berühmten Vättern-See, dem zweitgrößten See Schwedens. Zur Übernachtung fanden wir einen schlichten Stellplatz in Huskvarna, immerhin mit Seeblick.

Wir setzten unsere Reise fort und erreichten schließlich die schwedische Westküste. Dort steuerten wir einen kleinen Wohnmobil-Stellplatz in Lerkil an, direkt am Meer gelegen. Auf diesem Platz, auf dem wir zwei Nächte verbrachten, konnten wir die vielleicht schönsten Sonnenuntergänge bestaunen, die wir bisher auf unseren Reisen erlebt hatten. Wir waren von dem Anblick vollkommen fasziniert. Und auch der Umstand, dass es nachts gar nicht richtig dunkel wurde und der Himmel immer noch rötlich leuchtete, hat uns absolut beeindruckt. Wir hatten dieses Phänomen im hohen Norden, nicht aber in diesen Breiten vermutet. Ein unvergessliches Erlebnis!

Für uns ging es weiter in Richtung Süden und unsere nächsten Stationen waren Falkenberg, Höganäs und Landskrona. Dort verbrachten wir unsere letzte Nacht in Schweden, da es für uns langsam Zeit wurde, die Heimreise anzutreten. Am nächsten Tag ging es wieder über die Öresundbrücke zurück nach Dänemark. Wir übernachteten in Hundige, in Tårup Strand und in Bogense und fassten aufgrund der vielen schönen Orte, die wir dabei entdeckten, den Entschluss, auch Dänemark irgendwann einmal etwas ausführlicher mit dem Wohnmobil zu bereisen.

Wieder zurück in Deutschland, steuerten wir noch Übernachtungsplätze in Bockholmwik und in Hitzacker an, bevor wir endgültig nach Hause fuhren.

Insgesamt hat uns unsere erste Schweden-Reise sehr gut gefallen und dabei sogar unsere Erwartungen übertroffen. Wir waren angetan von den vielen hübschen Orten und der wunderschönen Natur. Zu allem Überfluss hatten wir die meiste Zeit auch noch Glück mit dem Wetter. Alles in allem also eine wirklich gelungene Reise, an die wir gerne zurückdenken.

Avatar von Ulf

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