Sommer 2023: Nord-Frankreich

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Im Sommer 2023 zog es uns aufgrund der positiven Erfahrungen der letzten Jahre erneut nach Nord-Frankreich.

Unsere erste Station in der Normandie machten wir in Nesle-Hodeng, einer kleinen Gemeinde südöstlich von Dieppe. Wir übernachteten auf einem malerischen Stellplatz, der sich auf dem Gelände eines stillgelegten Bahnhofs befand. Im ehemaligen Bahnhofsgebäude war ein hübsches Restaurant untergebracht, in dem wir einen wunderbaren Abend mit gutem Essen und Trinken verbrachten.

Unser nächstes Ziel war Honfleur direkt an der Mündung der Seine. Wir hatten schon verschiedentlich von der Schönheit der kleinen Hafenstadt gehört und wollten uns nun selbst ein Bild davon machen. Und tatsächlich beeindruckte Honfleur uns durch die Mischung aus historischen Charme und quirliger Lebendigkeit. Besonders die Altstadt rund um das frühere Hafenbecken hatte es uns angetan. Zwei Nächte verbrachten wir auf dem riesigen, aber recht schlichten Wohnmobil-Stellplatz in unmittelbarer Hafen-Nähe.

Nach einer Zwischenstation in Trouville-sur-Mer ging es für uns weiter zur Halbinsel Cotentin, an der wir bei unseren bisherigen Reisen durch Nord-Frankreich immer vorbeigefahren waren. Nun jedoch besuchten wir einige der Orte, an denen 1944 die Alliierten in der Normandie gelandet waren. Ein beeindruckendes und zugleich erschütterndes Erlebnis. Für uns war besonders bemerkenswert, wie präsent dieses Ereignis noch immer in dieser Gegend ist. Was für ein großes Glück, dass aus ehemals verfeindeten Nationen mittlerweile Freunde geworden sind.

Nach einem Zwischenstopp in Saint-Vaast-la-Hougue steuerten wir als Nächstes das kleine Örtchen Saint-Jean-le-Thomas an. Dort verbrachten wir zwei Nächte auf einem Stellplatz in Sichtweite zum Mont-Saint-Michel. Leider wurde das Wetter nun recht wechselhaft, sodass wir nur die gelegentlichen Regenpausen für Spaziergänge nutzen konnten.

Anschließend ging es weiter Richtung Westen und wir überquerten bei Saint-Malo die Grenze zur Bretagne. Unsere nächsten Stationen waren Saint-Jacut-de-la-Mer und Hillion. Dort genossen wir bei zeitweise wieder etwas aufklarendem Wetter die beeindruckende Landschaft und die wunderbare Aussicht auf den Atlantik.

In Anbetracht der mäßigen Wettervorhersage für die Nord-Bretagne setzten wir unsere Reise anschließend in Richtung Süden fort. Aber auch bei unseren Stationen in Challans und in Port-des-Barques mussten wir uns damit arrangieren, dass es zwischenzeitlich immer wieder regnete und ingesamt kühler wurde.

So entschieden wir uns schließlich dafür, die Atlantikküste zu verlassen und uns weiter westlich zu orientieren. Unser Weg führte uns entlang der Loire ins Landesinnere, wo wir die Gelegenheit nutzten und das imponierende Schloss in Chenonceaux mitsamt der dazugehörigen Park-Anlage besichtigten.

So langsam wurde es für uns Zeit, in aller Ruhe die Heimreise anzutreten. Nach Zwischenstationen in Veuzain-sur-Loire, Lailly-en-Val und Seurre kehrten wir schließlich nach Deutschland zurück. Aber auch hier gingen wir es weiterhin gemütlich an und machten auf unserem Weg nach Hause noch Halt in Bad Dürrheim, Aulendorf, Weißenhorn, Rothenburg, Volkach und Melsungen.

Insgesamt hat uns unser Sommer-Urlaub 2023 mit dem Wohnmobil wieder sehr viel Spaß gemacht. Zwischenzeitlich hätten wir uns etwas mehr Sonnenschein und weniger Regen gewünscht, aber das ging in diesem Jahr auch vielen anderen so. Für den nächsten Sommer-Urlaub werden wir uns vermutlich mal wieder ein anderes Ziel aussuchen, auch wenn wir Frankreich als Reise-Land weiterhin sehr schätzen.

Avatar von Ulf

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